Konzept

Die AKTUELLE VERSION (STAND Februar 2016) kann hier heruntergeladen werden:

Pädagogisches Gesamtkonzept (normales pdf)

Auf dieser Seite werden die wesentlichen Elemente des Schulkonzepts nur kurz vorgestellt.
Das Konzept wird regelmäßig weiter entwickelt.

Menschenbild

Uns leitet das humanistische Menschenbild, dass alle Menschen gleichwertig sind und voneinander lernen. Wir unterscheiden weder bei Zielen noch bei Methoden spezifisch zwischen Kindern mit und ohne Behinderung. Jedes Kind wird als wertvoller Mensch betrachtet, dessen Fähigkeiten es zu stärken gilt.

Ziele

Erstes Ziel unserer Pädagogik ist die Förderung der Selbständigkeit beim Lernen und im Alltagsleben. Dies wird realisiert durch selbstbestimmtes, handelndes und kooperatives Lernen im offenen Unterricht. Die erlernten Fähigkeiten werden im Alltagsleben konsequent umgesetzt, auch wenn es zeitaufwändig ist. Die Pädagogen helfen dabei so viel wie nötig, aber so wenig wie möglich.

Weitere entscheidende Ziele sind, die Freude am Lernen dauerhaft zu erhalten und individuelle Begabungen zu fördern.

Bausteine der Pädagogik

Bildung – Bewegung – Begegnung

Diese 3 Elemente sind eng verknüpft – die Kinder bewegen sich beim Lernen und sie lernen mit der Bewegung. Sie begegnen ihren unterschiedlichsten Mitschülern und den Menschen aus der Gemeinde. Sie lernen Offenheit und Selbstbewusstsein. 

Ganztageskonzept 

Die Schule wird mit Ganztagsförderung betrieben. Vor- und nachmittägliche Aktivitäten der Schülerinnen und Schüler stehen in einem konzeptionellen Zusammenhang. Unterricht und Programme mit verschiedenen Schwerpunkten (Motorik, Kognition, Freizeitgestaltung, Selbstversorgung, usw.) wechseln sich im Tagesablauf ab. Dieses Modell stellt die Kontinuität an Personal, Schülergruppe und Räumen sicher und erlaubt eine sinnvolle Rhythmisierung des Tages. Konzentration und Entspannung, Ruhe und Bewegung, „kopflastiges“ und praktisches Lernen, Unterricht und Freizeit bilden eine ausgewogene Balance.

Jahrgangsmischung

Wir verabschieden uns von der Illusion der homogenen Gruppe: die Entwicklungsunterschiede in sog. „homogenen“ Jahrgangsklassen betragen bis zu 3 Jahren, außerdem kann kein Diagnoseinstrument die Schulreife zuverlässig vorhersagen. Wir werden die Verschiedenheit für das Lernen fruchtbar machen und jahrgangsgemischte Lerngruppen über die gesamte Grundschulstufe (1.-4. Schuljahr) haben.

Inklusion – Vielfalt als Chance

Die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen ist am 26. März 2009 in Deutschland in Kraft getreten. Die Konvention behandelt ausdrücklich die Durchsetzung von allgemeinen Menschenrechten, nicht die Einführung von Sonderrechten für Behinderte. Sie fordert den Umbau zu einer Inklusiven Gesellschaft

ALLE KINDER SIND VERSCHIEDEN: Vielfalt ist Bereicherung – nicht Hemmnis. 

Potentialorientierung und Begabungsförderung

Von individuellem Unterricht profitieren alle. Gerade besonders begabte Kinder haben häufig Schwierigkeiten mit einem fest vorgegebenen Lerntempo und den ebenso starren Lerninhalten. Kinder die sich langweilen, weil sie beim Schuleintritt schon lesen können oder besondere Fähigkeiten beim rechnen haben, wird es bei uns nicht geben! Wir unterstützen die Lernfreude, die die Kinder mitbringen und unterrichten alle Kinder potentialorientiert. Spezielle Interessen und Begabungen können vertieft werden, auch wenn sie über die Lehrplaninhalte hinaus gehen.
 

Konduktive Förderung nach Petö

Unser Pädagogisches Konzept basiert auf der Konduktiven Förderung nach Petö. Der ungarische Arzt und Pädagoge Prof. A. Petö begründete vor ca. 60 Jahren die "Konduktive Erziehung". Ursprünglich zur Förderung von Kindern mit Cerebralparesen (Hirnschädigung) entwickelt, hat sich Anwendungsbereich inzwischen erfolgreich erweitert. Der ganzheitliche Ansatz ist für alle Kinder gut.

Wir bieten erstmalig Konduktive Pädagogik für alle, dazu gehören u.a. folgende Elemente:

  • Ganzheitlicher Ansatz,  Alltagsorientierung, Förderung von Selbständigkeit und Selbstbestimmung
  • gleichzeitige Förderung von motorischen, kognitiven und sozialen Kompetenzen
  • Lernen in Bewegung
  • gesunde und regelmäßige Bewegung, konsequente motorische Förderung
  • täglicher Sportunterricht mit Sportwissenschaftler
  • zusätzliche Sportprojekte (Ski, Klettern, Schwimmen, reiten)
  • richtiges Sitzen (rückengerecht, Wackelkissen, individuelle Sitzmöbel)

Leben und Lernen in Bewegung

Zeit und Raum für Bewegung und Bewegungsförderung sind essentieller Bestandteil des Tagesablaufs. Ein Sportwissenschaftler und KonduktorInnen führen täglichen inklusiven Sportunterricht durch. In allen Lernsituationen sind Bewegung und Eigenaktivität vorgesehen. 

Leistungsbewertung

Unterschiedliche Formen von Leistungen (Projektergebnis, Portfolio, Gruppenarbeit u.a.) werden gleichwertig anerkannt. Die Lernwege und -ergebnisse werden in geeigneter Form (z.B. Logbuch, Lerntagebuch, Portfolio) dokumentiert. Somit wird auf eine Notengebung verzichtet. Die Leistungsbewertung orientiert sich vielmehr an der individuellen Leistung des einzelnen Kindes.

Kinder, die nach der vierten Jahrgangsstufe an ein Gymnasium oder eine Realschule wechseln wollen, können dies – solange keine staatliche Anerkennung vorliegt – nach Bestehen des Probeunterrichts. Hierauf werden sie vielseitig und intensiv vorbereitet. Die Lerninhalte sind jedem bekannt, da dem gesamten Unterricht der bayerische Lehrplan zugrunde liegt. 

Die staatliche Anerkennung kann frühestens nach fünf erfolgreichen Betriebsjahren erworben werden, das wäre bei uns zum Schuljahr 2018/19. Wir werden im vierten Betriebsjahr nach pädagogischen Gesichtspunkten entscheiden, ob wir diese staatliche Anerkennung beantragen werden.

Anmeldung

Informationen zum Anmeldeverfahren finden Sie hier.

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